Die sieben Makkabäer und ihre Mutter

Die sieben jüdischen Makkabäer und ihre Mutter wurden von König Antiochus verfolgt und getötet. So steht es im Zweiten Makkabäerbuch. Auch im Christentum galten die als Märtyrer. Ihre Reliquien wurden nach Köln gebracht, wo sie zusammen mit denen der Heiligen Drei Könige und der Heiligen Ursula verehrt wurden. Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts förderte Helias Mertz die Renaissance der Makkabäerverehrung maßgeblich und fand dabei Unterstützung bei dem berühmten Erasmus von Rotterdam und bei Johannes Cincinnius. Dieser ist heute durch seine humanistisch geprägten Viten des Heiligen Ludger und der Heiligen Ida sowie durch ein „Fragebuch“ und eine Schrift zur Varusschlacht bekannt. Er schuf aber auch eine lateinische Geschichte der sieben Makkabäer und ihrer Mutter, die er als eine Vorläuferin der Gottesmutter Maria darstellt.

Cincinnius‘ Schrift wird hier erstmals im Druck zugänglich gemacht. Eine ausführliche Einleitung und eine Ausgabe mit deutscher Übersetzung erschließen ein Werk, das anschaulich macht, wie in der Reformationszeit die katholische Heiligenverehrung erweitert und neu dargestellt wurde. Sie zeigen zugleich die Bedeutung der Makkabäer-Märtyrer für das große Köln.

Cincinnius: Die sieben Makkabäer und ihre Mutter. Zweisprachige Ausgabe von
Kai Brodersen (Opuscula 24). Speyer 2026. 176 Seiten. ISBN 978-3-911973-10-6, 9 €

https://books.google.de/books?id=IR-dEQAAQBAJ

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