„In Oberdeutschland, in unserer Pfalz, im Elsass wie auch in Westfalen, kennt man Hasen-Eier, nach der Fabel, mit der man Einfältigen und Kindern weismacht, ein Hase – der Osterhase – brüte derartige Eier aus und verstecke sie in Gärten im Gras, in Gebüschen etc., damit sie von den Kindern recht eifrig gesucht werden, unter Lachen und Freude der Älteren.“
Dieser früheste, aus dem Jahr 1682 stammende Beleg für den Osterhasen steht im Zusammenhang mit theologischen, medizinischen und historischen Überlegungen zu Ostereiern und Osterhasen: Was sind Ostereier? Wer bringt sie? Gab es sie schon in der Antike und in der alten Kirche? Kennt man sie auch in Russland und China?
Sieben lateinische Abhandlungen aus den Generationen um 1700 geben Antworten und werden hier erstmals zweisprachig präsentiert und erschlossen.
Kai Brodersen: Osterei und Osterhase. Lateinische Abhandlungen 1672–1738.
Zweisprachige Ausgabe. Speyer 2026. 278 S. mit 12 Abb. ISBN 978-3-911973-23-6, € 12
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